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Lesen ist wie hören mit den Augen. Nur anders.

Der Artgenosse

Waldi süßsauer auf Reis

Mahlzeit miteinander. Diesen Monat ist es wieder soweit: Im chinesischen Yulin findet, wie jedes Jahr seit 2009, das als Hundefleisch-Festival bekannte Stadtfest statt, bei dem es eben im Wesentlichen um Hundefleisch geht. Und Deutschland reagiert darauf traditionell mit dem „Empör-Festival“, einer online ausgetragen Wettkampf-Veranstaltung, welche sich unter ambitionierten Entrüstern großer Beliebtheit erfreut.

Berichten zufolge sieht es aber so aus, dass es auf dem Stadtfest dieses Jahr aus Hygienegründen doch kein Hundefleisch geben wird. Das sorgt für Panik bei den Nachrichtenmagazinen. Hatte man sich doch schon die guten Substantive zurechtgelegt: Schande, Entsetzen, Grauen, Horror… Also macht man halt aus den Berichten vom letzten Jahr noch mal was. Unter diesen Berichten empört man sich das schon mal warm -oder geradezu heiß.

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Studie: Fleischkonsum verursacht Psychokarnismie

Zahllose Spontandiagnostiker im Internet sind sich einig: Der Verzicht auf Fleisch hat verheerende Auswirkungen auf Körper und Psyche „dieser essgestörten Veganer“. Fleischverzicht sei nicht nur eine Wohlstandskrankheit, die erkennbar mangelernährt, blass und militant mache; er mache auch nervig und penetrant, wie man empirisch herausgefunden zu haben meint.

Doch wie nun in einer aufsehenerregenden Studie* (dieser hier) veröffentlicht wurde, steht gerade der Konsum von Tierprodukten, insbesondere von Fleisch, im Zusammenhang mit schweren psychischen Störungen.

Der Fachmann spricht dabei von „Psychokarnismie“.

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Dank Veganern: Endlich Opfer!

Wer kennt das nicht? Alles ist doof und läuft schief und irgendwas passt einem nicht. Und irgendwer muss gefälligst daran Schuld sein – also irgend jemand anderes natürlich. Die Rede ist selbstverständlich vom deutschen Nationalsport, dem Herumopfern, umgangssprachlich auch kurz als Rumopfern oder Opfern bezeichnet. Bei dieser beliebten Trendsportart geht es darum, sich möglichst überzeugend als ein getretener Hund zu präsentieren. Als unterdrückt, diskriminiert und ganz allgemein total fies bevormundet. Professionelle Opfer werden in Deutschland schon fast wie Helden verehrt und es gibt unzählige ambitionierte Amateuropfer, die davon träumen, mal ganz oben mitjammern zu können. Im internationalen Wettbewerb ist Deutschland beim Opferrollen immer ganz vorn mit dabei.
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Depressive Nicht-so-richtig-Veganer und relativistische Quantenmeinungen

„Ich lass mir von den Scheiß-Gemüse-Nazis doch nicht die Lebensfreude nehmen.“ hat mir heute wieder jemand gesagt. Wie findest du sowas, liebes Tagebuch? … Aha? … Passt, meinst du? … Achso, moralistisches Klugscheißerpack, hm. Ja, verstehe. Ok, also ich sag dann jedenfalls so zu dem Nutztiernazi: Brauchst du wirklich … Was sagtest du, liebes Tagebuch? … Beleidigend? … Nutztiernazi geht also nicht? Ah, das ist was anderes. Und wie ist es mit Fleisch-Faschist? … ah, ok… T-Bone-Terrorist? … Tartar-Taliban? Auch nicht … hm. Verstehe. … Schnitzel-Sekte? Weiterlesen

Das Vegan-Nazi-Paradoxon

Lieber Internetkommentier-Fleischesser. Ok, ja. Du hast mich. Jetzt ist es raus. Es war bisher nie jemandem aufgefallen, aber du hast (vermutlich dank des anonymen Internets) den Mumm, die unangenehme Wahrheit auszusprechen, die sonst niemand zu äußern wagt: Veganer sind Nazis. Die Zeichen sind eigentlich eindeutig und es macht betroffen, dass dies niemandem bisher auffiel, aber wir versuchen, anderen unsere Meinung aufzuzwingen. Also speziell die Meinung, dass Gewalt scheiße ist. So wie damals auch unter Adolf. Weiterlesen

Weidehaltung auf der Autobahn und blutrünstige Pflanzenfresser

Diese Gutmenschen-Veganer sind so! was! von! doof! Ja, man kann es nicht oft genug sagen -auch um es sich selbst immer wieder zu versichern. Die ernähren sich ausschließlich von Unmengen Regenwald-Soja und Sklavenkinder-Ausbeutungs-Bananen die in fünf Schichten Alufolie verpackt einzeln mit dem tropenholzbefeuerten Dampflugzeug dreimal um die Welt gekarrt werden damit sie diese dann bei laufendem Motor ihrer Geländewagen im Biomarkt hamstern können um sich dabei in ihrer vermeintlichen moralischen Überlegenheit zu sonnen. Weiterlesen